Lasst uns […] mal wieder fragen, wie wir leben wollen, statt theoretische Ersatzökologie naturwüchsiger Märkte und deren Bestandsschutz staatlich zu subventionieren.
Im Klinsch zwischen erhaben professioneller Filmkritik und dynamisch selbstsicherem Wildwuchs im Netz zeigt sich auf dem kleinen Feld der publik gemachten Auseinandersetzung mit Film der Konflikt, der die professionellen, die profitorientierten Medien im Griff hat, ohne dass diese es schon wirklich bemerkt hätten — zumindest ist das mein Eindruck.
Jedenfalls beschreibt auch Christoph Hochhäusler diesen Konflikt — und verweist gleich zu Beginn auf Natur und Problem des professionellen Journalismus.
Die Regel heißt Routine. Profis machen, was sie am besten können: Abschreiben. Zum Beispiel von der Agenturmeldung. Von Google. Von Walter Benjamin. Aus dem Kulturkalender. Neuer Lack drüber und fertig. Das geht ruck, zuck. Muss es auch.
Es entsteht der Eindruck oberflächlicher Information. Verknüpfungen, die nicht unbedingt falsch sind, aber geschickt von der Tatsache ablenken, dass der Autor nicht weiß, was er sagen möchte. Der Autor füllt nur noch einen vorher festgelegten Platz mit Worten aus. Zeilengeld. Ein Beitrag zum Grundrauschen. Geschäftsmäßig.
Nicht, dass ich mich nicht selbst ertappt fühlte, von den “Verknüpfungen, die […] geschickt von der Tatsache ablenken, dass der Autor nicht weiß, was es sagen möchte.” Der Unterschied liegt jedoch darin, dass hier Worte stehen, die da nur stehen, weil sie eben geschrieben worden sind — ohne Anspruch auf Leser, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und auch ohne Anspruch auf Professionalität.
Leather shorts, thigh-slapping dances and whip-cracking rituals – no I’m not talking perverse darkroom practises, I’m reporting from Munich Oktoberfest, the world’s biggest beer festival. And let me tell you there’s enough here to appeal even to non-devotees of wheat beer and dirndl chic.
You see, if you hail from an over-styled but slightly narcoleptic city like Zurich, and are ever so tired of fast fashion trends, Munich in general and Oktoberfest in particular makes you feel like you just landed in paradise lost: a cabinet of kitsch monstrosities, full of matronly charm, calorific treats and a dandyesque disdain for what the arbiters of cool consider hip right now.
Sehr feines Video von Tobias Knipf. Unbedingt ansehen.
Wieso aber sprechende Bilder? Ich war von Dark Knight schwer enttäuscht. (In Kürze Hier ein längerer Versuch, das zu erklären …) In Dark Knight haben die Bilder das Sprechen verlernt. Hier, in diesem Video kann man dagegen sehen, was sprechende Bilder sind. Bilder, die in der Lage sind, eine Geschichte zu erzählen. Mit all den Mehrdeutigkeiten, die das visuelle Erzählen mit sich bringt.
T. Albert bei shifting reality:
Wer ständig Freiheit ans Eigentum koppelt und Freiheit durch die Möglichkeit von Eigentum definiert, kommt irgendwann beim Entzug persönlicher Rechte für Nichtbesitzende an, was ja auch der Tenor gegenwärtiger antidemokratischer Diskussionen ist.

The Archive from Sean Dunne on Vimeo.
Die Bilder rund ums Vinyl wiederholen sich. Plattenläden schließen, die Sammler werden weniger. Das Sortieren der Sammlung wurde durch die Echtzeitsuche ersetzt, das Abstauben der Hüllen durch das Bereinigen der ID3-Tags. Wehmut macht sich breit, wenn selbst Paul Mawhinneys Vinylsammlung — die größte der Welt — vor dem Aus steht. Sean Dunne hat eine schöne Mini-Doku über den Sammler und seine Sammlung gedreht. (Klick aufs Bild führt zum Film.)
Bilder in für das Web ungewöhnlich hoher Auflösung: The Big Picture von Alan Taylor.
Even some of my favorite photo sites are often limited to “Photo of the Day” or “24 Hours in Pictures” features. That’s interesting, and you can find some mind-blowing images there, but I always felt like it lacked context, depth, story. When there is more to the story, it’s often just a link to a news story, not more photos. (zum Interview)
So und so ist es verwunderlich, dass bislang niemand auf diese Idee kam.
Vor einem Jahr saß ich als einzelner, einsamer Mensch in der Pressevorführung des Films Tarnation. Mir hat der Film ausgesprochen gut gefallen, und weil über Filme, die nicht ins Kino kommen, keiner spricht, habe ich damals hier auf hinterwelt.net eine Kritik geschrieben.
Fan von Fernsehtipps bin ich ja eigentlich nicht, bei Tarnation möchte ich aber eine Ausnahme machen: Heute Abend, also am Dienstag, den 5.6.2007 um 22.25 Uhr kommt Tarnation auf 3sat.
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Fünf Photographien von Hughes Leglise-Bataille. 

